Copyright © 2011 Feuerwehrverein der Freiwilligen Feuerwehr Basdorf e.V. All rights reserved. Die Feuerwehr in Basdorf  Seit nunmehr 100 Jahren gibt es die Freiwillige Feuerwehr in Basdorf – ein Grund zu feiern, denke ich. Was hat sich nicht alles in diesen 100 Jahren bei der Wehr getan? Über Jahrhunderte hinweg hat die Bevölkerung dem Feuer ziemlich hilflos gegenüber gestanden. Alle Einwohner waren löschpflichtig und hatten sich mit den ihnen zur Verfügung stehenden Gerätschaften an den Löscharbeiten zu beteiligen. Der Gedanke, die Löschtätigkeit besser zu organisieren und einen besseren Erfolg bei der Brandbekämpfung zu erzielen führte schließlich zu Beginn des 20.Jahrhunderts dazu, dass sich in unseren Gemeinden Freiwillige zu Wehrgruppen zusammenfanden. Im November 1912 war es dann auch in Basdorf soweit. In unserer Gemeinde waren es Männer ,wie Friedrich Perwitz, Rottleb, Hauschild, Eichberger , Langenick und Kempfer , der Kreisbrandmeister Spinder,  der Amtsvorsteher Fielitz und der Dorfschullehrer Ernst Lau, die als Gründungsmitglieder genannt werden . Zunächst waren es nur 19 Mitglieder, die vom Brandmeister Grüneberger aus  Wandlitz ausgebildet wurden. Dabei ging es um brandschutztechnische Themen, aber auch um rein medizinische Vorträge. Jährlich im Herbst fanden die so genannten Stiftungsfeste abwechselnd in den Dorfgaststätten Zur Linde und Zum alten Krug statt. Dabei lud man auch die befreundeten Wehren der umliegenden Dörfer ein. Zum 10-jährigen Bestehen 1922 gab es ein volles Programm mit einer Jubelfeier und einem Zug durch das festlich geschmückte Dorf, begleitet von Marschmusik der Kapelle Winkel. So wurde die Wehr langsam aufgebaut, die Kameraden weitergebildet und in feuerwehrtechnischen Übungen geschult. In beiden Weltkriegen kamen der Wehr besondere Aufgaben zu. Dazu gehörten die Beseitigung von Blindgängern oder die Vorbereitung von Evakuierungen in den Luftschutzkellern. 1945 zunächst aufgelöst, kam es 1947 zum Neuaufbau der Freiwilligen Feuerwehr, eine schwierige Aufgabe, die Henri Metzdorf übertragen wurde. Später leiteten Hans Pape, Axel Ruth, Lutz Müller und Hans Jürgen Pape die Wehr. 1962 wurde eine Frauengruppe gebildet, die sich vorwiegend mit dem vorbeugenden Brandschutz beschäftigte.  Großes  Augenmerk wurde auf die Förderung des Nachwuchses gelegt. 1968 wurde bildete man eine Gruppe „ Junge Brandschutzhelfer“. Die kleinen „Helden“ waren schnell für das Feuerwehrhandwerk und die Feuerwehrtechnik zu begeistern und fühlten sich im „Kollektiv“ der Kameraden wohl. Mehrere der damaligen jungen Brandschutzhelfer sind der Truppe treu geblieben und noch heute dabei. Auch im Gemeindeleben spiegelt sich die große Wertschätzung der Feuerwehr wieder. Zu allen Volksfesten oder Maidemonstrationen  war der Zug der Feuerwehr dabei. Die Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr ändern sich im Laufe der Zeit. Waren es ursprünglich die Bekämpfung von Gebäuden-, Wald- und Wiesenbränden, kamen später die Hilfeleistung bei Unfällen hinzu. Nach der politischen Wende konnte nach und nach die teilwiese veraltete Technik erneuert werden. Große Unterstützung erhielt die Basdorfer Wehr durch die Freiwillige Feuerwehr unserer Partnergemeinde Vöhl. Die 1990 besiegelte Gemeindepartnerschaft Basdorf – Vöhl  wurde besonders durch die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr gelebt. Hier gab es regen Austausch, gegenseitige Besuche und bis heute gute Kontakte. Die Feuerwehr organisiert seit  Jahren das über die Ortsgrenzen bekannte Osterfeuer. Die Anforderungen an die Kameraden  der Wehr sind gestiegen. Ständiges Training und Weiterbildungen mit der modernen Technik gehören zur Ausbildung der Kameraden. Auch heute brauchen wir Jungen und Mädchen, die sich für das Feuerlöschwesen engagieren und den Fortbestand der Basdorfer Wehr sichern. Der Spagat zwischen Ehrenamt und Berufsleben ist in der heutigen Zeit nicht leicht. Viele Kameraden haben einen Arbeitsplatz der einen Einsatz fast unmöglich macht. Durch solche wirtschaftlichen Zwänge ist der Fortbestand der Basdorfer Ortswehr, wie auch im ganzen Land Brandenburg stark gefährdet. Die uneigennützige Bereitschaft zur Hilfe in der Not ist aber noch immer Hauptinhalt der Tätigkeit der Freiwilligen Feuerwehr. Jeder der schon einmal die Hilfe der Kameraden benötigt hat, weiß das zu schätzen. Gratulieren wir den Kameraden zum 100 jährigen Bestehen ihrer Wehr, die uns alle so wichtig ist und wünschen wir allen Freude an ihrer Aufgabe und viel Glück. Quelle: Astrid Schäfer